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Trotz Geburtstag sind wir schon um 06.30 Uhr aus den Federn gekrochen um uns für den heutigen Tag vorzubereiten. Bevor wir abfahren, besuchen wir noch ein letztes Mal den Strand gleich unterhalb unserer Campsite und verabschieden uns vom Pacific Rim. N.P.. Dann ist es Zeit, Turtle erstmals etwas Bölkstoff zuzuführen. Während wir noch gespannt den Instruktionen der Tank-Lady lauschen, knallt es hinten. Irgend so ein unausgeschlafener Surfertyp mit Hund hatte seine Gangschaltung nicht im Griff und setzte seinen Kleinwagen an Turtles Hinterteil. Pech für ihn, Turtle ist beinhart. Bei uns nicht mal ein Farbschaden, sein Kühlergrill war aber etwas perforiert. Jä nu! (@ Thomas: Und ja, der säuft wie ich in besten Zeiten, ca. 25 Liter auf 100 km, was uns trotz des enormen Tankinhalts von ca. 120 Litern so alle 480 km an die Tanke zwingt).

 

Nach diesem kostenintensiven Erlebnis brechen wir auf Richtung Campbell River. Unterwegs gönnen wir uns aber einen Abstecher zum Mount Washington, dem Alpine-Resort auf Vancouver Island. Da soll man den besten Rundblick überhaupt auf der ganzen Insel haben. Für stolze 36 CAD steigen wir in den Eagle High Speed Express (Sesselbahn erinnert uns an Haldigrat kurz vor der Schliessung und High Speed ist auch leicht übertrieben, tucker, tucker) zum Gipfel. Und da haben wir schon wieder das Problem mit den Bergbahnen, wenn wir keine Skier anhaben. Es ist einfach anders und Trunis Höhenangst nicht unbedingt förderlich. Endlich oben angekommen, sehen wir aber ziemlich genau gar nichts, da der Gipfel sich in dichten Nebel hüllt. Aber wir können doch sagen, dass wir auf knapp 1‘600 Metern waren. Als Beweis dafür verewigt sich Truni mit einem Inushuk, dem schon unter First Nations bekanntem Orientierungs- und Kommunikationsmittel (ihr kennt die aufeinander gelegten Steine auch aus unseren Alpen).

 

Dann geht’s in einer stündigen Fahrt weiter zur Fähre nach Quadra Island, die stündlich von Campbell River in 10 Minuten übersetzt. Angekommen im Tsa Kwa Luten Resort und RV Park können wir unseren Turtle das erste Mal an Wasser, Strom und Abwasser anschliessen (er freut sich). Und die Campsite direkt an der Johnstone Strait (so heisst die Meeresstrasse, die Vancouver Island vom Festland bzw. Quadra Island trennt) ist einfach prächtig und Geburiwürdig. Wir waschen das erste Mal unsere Wäsche (an die guten Beobachter: ihr habt sicher festgestellt, dass wir immer dasselbe anhaben, würdet euch aber wundern, wie gut wir duften).

 

Wir beschliessen zur Feier des Tages das Restaurant der Tsa Kwa Luten Lodge aufzusuchen und mampfen gebackene Austern, Scallops (Jakobsmuscheln), Gambas und Mussels. Lecker!!! Dazu einen lokalen Wein, der nach Schokolade schmeckt. Ebenso wie der Kuchen, den das Restaurant Truni zum Geburi offeriert. Wir nehmen den Rückweg zur Site mit Stirn- und Stablampe unter die Füsse und sind nicht minder erstaunt, dass rund um unseren Turtle die Rehe grasen und sich auch nur etwas widerwillig ein paar Meter entfernen als wir ihnen in die Augen leuchten.

 

Ein Lagerfeuer (unser täglich Lagerfeuer gib uns heute) muss natürlich noch sein und da wir eine phantastische WiFi-Verbindung haben wartet auch sonst noch Arbeit auf uns.

 

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