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Weil Bären ja schliesslich auch frühstücken sollen, sind wir (schon wieder) früher auf der Piste. Gerade als wir um knapp 07.00 Uhr beim Fish Creek parken wollen, kreuzt Mutter Bär mit ihrem Baby die Strasse. Wir lassen uns von einem Naturfotografen, den wir schon gestern kennengelernt haben, auf den aktuellen Stand der Dinge bringen und folgen ihm und einer Rangerin ausserhalb des Beobachtungssteges dem Fluss entlang. Es dauert keine 30 Sekunden, da stehen wir dem Alpha-Männchen der hiesigen Grizzlys quasi Aug in Aug. Konkret sind es ca. 3 Meter (er im Bachbett, wir etwas oberhalb) und wir folgen ihm während mehrerer Minuten. Unglaublich! Wir sind nicht todesmutig, der Fotograf und die Rangerin haben für alle Fälle einen Bear-Spray (Pfefferspray) dabei. Nach diesem Highlight bereits am frühen Morgen, kehren wir zum Beobachtungssteg zurück, wo wie auf Knopfdruck ein zweiter Grizzly seine Aufwartung macht.

 

Als wäre das nicht schon genug des Glücks, erscheint ein grosses Schwarzbär-Männchen und verweilt während ca. einer halben Stunde in unserer unmittelbaren Sichtnähe. Er frühstückt diverse Fische, zwischendurch etwas Beeren, dann wieder Fisch und wir können ihn sogar filmen. Hierbei muss gesagt sein, dass sowohl gestern Abend als auch heute Morgen die Lichtverhältnisse schwierig sind und der Einsatz des Blitzes oder sonstiger Lichtquellen verständlicherweise strengstens verboten sind (obwohl gestern irgendwelche dämlichen Gemermans und Schwizzerottis dennoch geblitzt und wir uns fürchterlich aufgeregt haben). Fast platzend vor Glück steigen wir wieder in unseren Turtle und verabschieden uns von Alaska. Und da stellen wir auch fest, dass es doch keine imaginäre Grenze ist, werden wir doch tatsächlich vom kanadischen Zöllner nach Pässen und Schusswaffen gefragt. Dass er auch wissen will, wie viele Bären wir gesehen haben, macht ihn doch gleich wieder etwas sympathisch.

 

In Stewart leeren wir unseren Abwasserdank (was ca. alle drei Tage geschehen muss) und gönnen auch Turtle nach der gestrigen Schufterei ein ausgiebiges Frühstück in Form von Benzin. Dann geht’s den gleichen Weg, wie wir gekommen sind, 250 km zurück nach Kitwanga. Die Bären und die Gletscher waren aber den Umweg für uns unbedingt wert, nicht zuletzt, da im Moment das Wetter einfach phantastisch ist. Bei Kitwanga zweigen wir in Richtung Hazeltons/Prince George ab und fahren noch bis Smithers wo wir unsere Vorräte aufstocken und einen wunderbaren Platz unter einer alten Trauerweide am Bulkley River ergattern. Die Trauerweide bringt uns diverse Neider ein, da hier das Klima daherkommt wie im Tessin und wir den einzigen Schattenplatz haben.

 

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