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Nach all dem Geburtstags-Stress brauchen wir heute etwas länger und es ist 10.30 Uhr, als wir endlich abfahren. Um vier Autos verpassen wir die 11-Uhr-Fähre und sind so gezwungen, eine weitere Stunde in der Warteschlange zu stehen. Macht aber auch nichts, denn Truni hat immer was zu erkunden und ein Pläuschchen zu halten. Als wir kurz nach 13.15 Uhr wieder in Campbell River anlegen, müssen wir zuerst wieder Canadas Wirtschaft ankurbeln. Zu diesem Zweck gehen wir zu einem Hardware-Laden (Canadian Tire) und erstehen für teures Geld eine jener Gaslampen, die Truni neidvoll bei vielen anderen Campern gesehen hat. Ebenso muss unser Inverter (Spannungswandler, der uns bei vielen Irland-Reisen gute Dienste erwiesen hat) ersetzt werden, da das Sch…teil gestern seinen Geist aufgegeben hat. Ansonsten sind wir immer auf Strom vom Campingplatz angewiesen, so aber können wir während der Fahrt alle Geräte (Notebook, iPad, Handy, Zahnbürste, Soundmachine, Kameras etc.) laufend aufladen. Gleich nebenan decken wir uns für die folgenden beiden Tage mit Frisch-Food ein und wagen den Versuch, Hummerschwänze und Tenderloins für ein „Surf and Turf“ zu erstehen. Dann noch schnell zur Tanke, da unser Turtle schon wieder mächtig durstig ist.

 

Die folgenden 190 km bis Telegraph Cove, einem netten kleinen Fischerdörfchen, das mittlerweile fest in Touri-Hand ist, führen durch Wälder und vorbei an unzähligen Seen. In Telegraph Cove angekommen, gönnen wir uns zuerst einen leckeren Kaffee und geniessen das wunderschöne, warme Wetter. Das kann hier auch ganz anders sein, wie wir 2009 erleben mussten. Damals haben wir während den ganzen drei Tagen, die wir hier in der Region verbracht haben, keinen Sonnenstrahl gesehen.

 

Im Anschluss machen wir uns zur Campsite auf, die idyllisch mitten im Wald gelegen ist und freie Sicht auf den Bärenhighway bietet (Wechsel für Bären zwischen zwei Creeks). Allerdings lässt sich Meister Petz vorerst nicht blicken. Deshalb checkt Truni mal die neu erstandene 50$-Gaslampe, um festzustellen, dass dieses Sch…ding (schon wieder) einfach nicht so funktioniert wie es sollte. Nach zwei Minuten ist der automatische Zünder bereits durchgeschmort und auch der zu Hilfe gerufene Camping-Aufseher kann trotz offeriertem Bier nichts an dieser Tatsache ändern. Jä nu … morgen werden wir eine weitere Investition tätigen, da die bereits eingekauften drei Gasflaschen ja auch benützt werden wollen. Man lernt hier jeden Tag dazu …

 

Erfolgserlebnis: Das Nachtessen war traumhaft gut. Morgen wird ein strenger Tag. Um 09.30 Uhr müssen wir bereits in Port McNeill sein, wo wir den Whale Watching Trip bei Mackays (wie bereits 2009) gebucht haben. Und das Wetter soll ja auch die kommenden Tage herrlich sein. Entsprechend müssen wir alle Vorbereitungen heute schon treffen und sind beschäftigt mit Abwasch, Aufräumen und anderen erfreulichen Dingen.

 

Entgegen unseren Plänen kommen aber kurz nach dem Nachtessen unsere Camping-Nachbarn Jamie und Ahmed, ein nettes Paar aus Ontario das nun in Courtenay lebt, vorbei. Sie fragen uns, ob wir den Wolf auch gehört haben, worauf wir sie kurzerhand zur Beruhigung auf ein Glas Wein einladen. Zwei Flaschen und geschlagene drei Stunden später torkeln wir zu ihnen hinüber um ihre 10kg-Katze zu begrüssen.

 

So kommen wir erst gegen 00.30 Uhr ins Bett. War aber ein spassiger Abend.

 

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