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Heute schlafen wir mal etwas länger, da wir auch die nächste Nacht am Bowron Lake verbringen werden und „nur“ Barkerville auf dem Programm steht. Bevor wir jedoch losbrausen, spazieren wir dem Strand entlang und freuen uns auf eine warme Dusche. Einer von uns bekommt die auch, die andere hat etwas mit ihrer Warmwasserzufuhr zu kämpfen. Da ist nämlich keine, obwohl Mike brav ihre zwei Loonies (Loonie heisst die kanadische Ein-Dollar-Münze, weil ein gleichnamiger Vogel darauf abgebildet ist) in den dafür vorgesehenen Schlitz wirft. Something went wrong, mä weiss es nöd. Was man weiss, ist, dass es definitiv kurz vor dem Gefrierpunkt schwierig ist, sich die bereits eingeschäumten Haare wieder auszuspülen. Anschliessend dauert es trotz sofortiger Reanimationsmassnahmen (Truni spendet grosszügigerweise seinen Kanada-Lumber zwecks Wärmung) knapp zwei Stunden, bis sich Mikes Blaufärbung wieder etwas ins übliche Zartrosa wandelt. That’s refreshing!

Wir fahren die 28 km Gravel-Road (Turtle schlammt sich nach den nächtlichen Regenfällen komplett ein) wieder zurück nach Barkerville und sind ziemlich überrascht, dass es in der Nacht das erste Mal bis zur Strasse hinunter geschneit hat (!!). Dieser Ort ist eine aus Original- und Rekonstruktions-Bauten bestehende Goldgräberstadt aus den 1860er Jahren, in der (angestellte) Bewohner das harte Leben dieser Zeit den Touristen vorleben. Und wie üblich in der Neuen Welt, machen sie es wirklich gut. Nach einem rustikalen Frühstück bei Wake Up Jake erkunden wir zuerst die knapp 130 Bauten auf eigene Faust bevor wir eine Guided Tour mitmachen, bei der kein Auge trocken bleibt. Die „Bewohner“ strotzen vor Witz und Charme und die stündige Tour geht wie im Fluge vorbei.

Anschliessend fahren wir die kurze Strecke nach Wells, wo wir im Frog-on-the-Log-Kaffee einem Souvenir-Wäsche-Dusch-und-anderem-Laden vier Kaffees (es ist immer noch frostig kalt, auch wenn zwischendurch immer wieder die Sonne lacht) einwerfen und nützen einen der wenigen Wireless-Spots in der Umgebung für die Einstellung unseres gestrigen Tagesberichts.

Nach vollbrachter Arbeit kehren wir zum Campground zurück, wo wir fast eine Stunde mit der Receptionistin und deren zwei Hunden verplaudern. Dann wird’s aber höchste Zeit, unsere diversen Abwassertanks zu leeren und uns um unser Nachtessen zu kümmern. Heute steht Pasta à la Truni auf dem Programm und es schmeckt uns wie immer vorzüglich (haben wir doch tatsächlich noch kurz über ein Nachtessen auswärts nachgedacht, aber bei Vaddern schmeckt’s doch immer noch am besten).

Wir legen uns früh zu Bett, da morgen wieder knapp 370 km vor uns liegen, die uns an den Canim Lake führen werden.

 

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