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Nachdem wir gestern Abend nochmals Earl’s heimgesucht und einen wunderbaren Burger genossen haben, ist heute um 6.30 Uhr Tagwacht. Fraserway hat angekündigt, dass sie uns um ca. 8.00 Uhr beim Hotel abholen werden. Somit haben wir noch genug Zeit, unseren obligaten Starbucks-Kaffee einzunehmen. Pünktlich um Acht fährt der Fraserway-Coach vor und führt uns in einer ½-stündigen Fahrt quer durch Vancouver zur Fraserway-Basis. Wir erschrecken doch etwas, als wir das riesige Gefährt, dass die nächsten 4 Wochen unser Heim sein wird, das erste Mal sehen. Und zu unserer Überraschung wird die Handhabung des Campers durch die sehr freundliche Manuela in Bärndüütsch erklärt. Im Laufe des Gesprächs wird es Mike (und auch Truni ein bisschen) immer mulmiger, was schlussendlich darin gipfelt, dass sie sich hinsetzen, ein Glas Wasser trinken und (Selegers sei Dank!) ein Stück Schokolade gegen die akute Unterzuckerung genehmigen muss. Wir räumen unsere Habseligkeiten in den Camper und nach Erledigung des Paperworks (bei einer Zürcher Oberländerin namens Monika) inklusive Einkauf einiger nützlicher Utensilien (Klobürste, Tischdecke, Grillzange etc.) sind wir bereit, unseren Trip in Angriff zu nehmen.

 

Unser Turtle (wir müssen ja unseren Ferienautos immer irgendwelche Namen geben – siehe „Plori“ und „Hottehüli“ im Jahr 2009), ein Riesenteil mit unzähligen Knöpfen und Schaltern, bietet mehr Platz als erwartet. Und für Männer und sonstige PS-Freaks: Wir sprechen hier von einem Ford F350 Super Duty mit 6.8 Litern Hubraum und dezenten 350 Rössern unter der Haube, yeahhh!!! Und Turtle, der die 1. Saison bestreitet, scheint auch der einzige Truck mit Voll-Lederausstattung zu sein.

 

Entgegen der Planung und Monikas Rat folgend, werden wir nicht die Fähre in Horseshoe-Bay Rtg. Vancouver Island nehmen, sondern von Tsawassen aus in See stechen (ansonsten hätten wir nochmals quer durch Vancouver gemusst). Kaum aus der Basis fährt Truni schon in die falsche Richtung (obwohl Franzl, unser Navi, natürlich Recht gehabt hätte) und so machen wir eine kleine Ehrenrunde. In Tsawassen angekommen, dürfen wir zuerst mal 80 CAD abdrücken und nicht mal sicher sein, ob wir heute noch auf die andere Seite kommen (hat doch mehr Autos als erwartet und wir natürlich keine Reservierung). Hat dann aber doch geklappt und als eines der letzten Autos erwischen wir die 12.45 Uhr-Fähre. Die bringt uns dann in knapp 1 ½ Stunden nach Nanaimo. Dort wird zuerst ein Grosseinkauf eingeläutet, der sogar irische Verhältnisse toppt und uns um ca. 400 CAD erleichtert.

 

 

 

Wir fahren nun bei schönstem Wetter mit bis unter dem Rand gefüllten Turtle in Richtung Port Alberni, wo am Stamp River der reservierte Campground auf uns wartet. Um 18.40 Uhr erreichen wir schliesslich den Provincial Park und freuen uns über unsere Site direkt am Stamp River mit herrlichster Aussicht und beruhigendem Plätschern. Der Zusammenbau des eben erstandenen Grills (ca. 750 Einzelteile, und das für Truni, den allseits bekannten Heimwerkerkönig - Ikea lässt grüssen) nimmt etwas Zeit (und Nerven) in Anspruch. Aber, wieder ein Wunder, steht das Teil am Schluss und keine einzige Schraube ist übrig geblieben. Allerdings haben wir noch keine Anzündflüssigkeit gefunden und so hilft uns der Waldöhi von nebenan (würden wir den in der Schweiz treffen, würden wir einen weiten Bogen um ihn machen). Allerdings hat er Trunis zukünftige Frisur und Bartlänge, was ihn sofort sympathisch erscheinen lässt. Schliesslich steht dann um ca. 21.00 Uhr das Nachtessen auf dem Tisch (Sirloin-Steaks mit Fettucine und Ruccola). Dazu ein gutes Glas Wein, ein Lagerfeuer – was will man mehr! Schon kurz danach überfällt uns die grosse Müdigkeit und wir kuscheln uns erstmals in unser bequemes und geräumiges Bett. Guet Nacht!

 

 

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